Ein Elektrokettenzug ist ein Hebezug, bei dem Rundstahlketten als Tragmittel genutzt werden. Anhand eines Elektrokettenzugs können frei bewegliche Gegenstände gehoben und gesenkt werden. Die Hubbewegung wird hierbei durch einen Elektromotor erzeugt. Kettenzüge können auch per Handbetrieb oder Druckluft angetrieben werden.

Im Groben werden bei den Elektrokettenzügen drei Arten differenziert:

1.) BGV D-8-Zug:
Ein Elektrokettenzug für den Auf- und Abbau, zum Heben und Fixieren von Lasten
Für das Halten von Lasten über Personen benötigt der Elektrokettenzug eine weitere Sekundärsicherung, die einen Fallweg verhindert.

2.) igvw D-8-Plus Zug:
Ein Elektrokettenzug für den Auf- und Abbau, zum Hieven und Fixieren von Gegenständen
Wenn sich der Elektrokettenzug im Ruhezustand befindet, kann er Lasten über Personen auch ohne zusätzliche Absicherung halten.

3.) BGV C-1-Zug:
Ein Elektrokettenzug speziell zum Halten und Befördern von Lasten über Menschen, sowohl im Ruhezustand, als auch in Betriebnahme
Damit die Arbeitssicherheit sichergestellt ist, müssen Elektrokettenzüge einer periodischen Prüfung unterliegen.

Wozu werden Elektrokettenzüge genutzt?

elektrokettenzug_2Ein Elektrokettenzug besteht aus dem Hubmotor, Getriebe, Kettenführung, Kettennuss, Hakenflasche, Rundstahlkette, wie auch einem Kettenspeicher.
Vom Hubmotor kann über das Getriebe eine Minderung der Umdrehungsfrequenz zur Abtriebswelle erreicht werden, die erforderlich ist. Die Hubbewegung wird hierbei von Motoren bewirkt, die polumschaltbar oder freuquenzgeregelt sein können. Ein Elektrokettenzug gibt es als Hebezeug in Krananlagen oder als Schienensystem im Gebiet der flurfreien Fördertechnik. Oft wird er auch als Arbeitsgerät bei Montagearbeiten genutzt. Er ist günstiger als ein Seilzug, kann aber auch nur untere Traglasten von bis zu 10 Tonnen hieven und neigen. Ein Elektrokettenzug ist sehr kompakt von seinen Baumaßen her und hat außerdem ein geringes Gewicht.

Die Kettennuss befindet sich an der Abtriebswelle. Sie ermöglicht eine formschlüssige Verbindung zu der Rundstahlkette. Am Ende der Kette befindet sich eine Hakenflasche. An dieser Stelle können Lasten ganz einfach angebracht werden. In dem Kettenspeicher aus Kunststoff beziehungsweise Blech kann die Kette gelagert werden und bleibt da optimal geschützt.

Was ist ein Polygoneffekt bei einem Elektrokettenzug?

Bei jedem Elektrokettenzug gibt es den sogenannten Polygoneffekt. Darunter versteht sich ein rhythmischen Aufschwingen des Elektrokettenzugs, falls die Kette eingezogen wird. Dieses Aufschwingen entsteht durch unterschiedliche Wirkradien, welche von der Kette auf die Zugrolle fallen. In Extremfällen führt das Aufschwingen der Kette zu einer Resonanzfrequenz.

Polumschaltbare Motoren:
– Sie lassen gemaechliche und feine Hubgeschwindigkeiten zu (Feinhub und Haupthub)

Frequenzgeregelte Motoren:
– Der Bediener kann die Hubgeschwindigkeit nahtlos steuern
– der Motor kann unmittelbar geschaltet werden oder über eine geschützte Trafo-Kombination
– Direktsteuerungen legen am Regler Netzstrom und -spannung an
– Schützsteuerungen werden mit einer Sicherheits-Spannung umsorgt

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